
Freitag der 13.
Herkunft
Der Glaube speist sich aus zwei Quellen. Die Zahl 13 gilt seit dem letzten Abendmahl als unheilvoll, weil Judas als dreizehnter Gast am Tisch saß. Der Freitag wiederum wurde als Kreuzigungstag Christi im christlichen Mittelalter mit Trauer und Unglück verbunden. Erst im 19. Jahrhundert verschmolzen beide Vorstellungen zu dem bekannten Unglückstag, der sich vor allem durch angloamerikanischen Einfluss auch in Deutschland verbreitete.
Bedeutung und Brauch
Im deutschsprachigen Raum ist Freitag der 13. heute eher ein kulturelles Phänomen als ein tief verwurzelter Volksglauben. Viele kennen die Zuschreibung, nehmen sie mit einem Schmunzeln zur Kenntnis und lassen sich im Alltag kaum davon beeinflussen.
Dennoch gibt es Menschen, die an diesem Tag vorsichtiger sind, wichtige Termine verschieben oder bei Flugbuchungen und Hochzeiten bewusst ausweichen. Manche Hotels verzichten sogar auf ein Zimmer mit der Nummer 13, was zeigt, wie tief die Zahl selbst im Bewusstsein verankert ist.
Der Brauch lebt heute vor allem medial weiter, durch Filme, Nachrichtenbeiträge und Gespräche im Freundeskreis. Er wird oft eher als unterhaltsame Tradition gepflegt denn als ernsthafte Furcht, bleibt aber als Erzählstoff lebendig.
Im Traum
Träumt man von Freitag dem 13. oder erscheint die Zahl 13 auffällig im Traum, deuten Traumdeuter dies oft als Hinweis auf innere Unsicherheit oder Erwartungsangst vor einer bevorstehenden Situation. Der Traum kann auch auf ein Gefühl von Kontrollverlust hinweisen, ganz ohne dass ein reales Unglück gemeint sein muss.
Häufige Fragen
›Warum gilt Freitag der 13. als Unglückstag?
Die Verbindung entsteht aus zwei alten Vorstellungen: der Zahl 13 als Unglückszahl seit dem letzten Abendmahl und dem Freitag als Trauertag der Kreuzigung. Erst im 19. Jahrhundert wurden beide Motive zum bekannten Aberglauben verschmolzen, der sich international verbreitete.
›Wie oft gibt es Freitag den 13. im Jahr?
Mindestens einmal, maximal dreimal pro Jahr fällt ein 13. auf einen Freitag. Das liegt am Kalenderaufbau, der bestimmte Wochentag-Datum-Kombinationen regelmäßig wiederkehren lässt, unabhängig vom Volksglauben selbst.
›Gibt es diesen Aberglauben auch in Deutschland?
Ja, allerdings weniger stark verwurzelt als im angloamerikanischen Raum. In Deutschland ist der Glaube eher bekannt als tief gelebt, wird aber in Medien, Gesprächen und vereinzelt im Alltag, etwa bei Zimmernummern, durchaus berücksichtigt.
›Was sollte man an Freitag dem 13. vermeiden?
Der Volksglauben rät traditionell dazu, wichtige Entscheidungen, Vertragsabschlüsse, Hochzeiten oder Reiseantritte zu verschieben. Eine Wirkung ist wissenschaftlich nicht belegt, viele folgen dem Brauch dennoch aus Tradition oder Vorsicht.
›Welche Zahl gilt sonst noch als Unglückszahl?
Neben der 13 gilt in manchen Kulturen auch die 4 als unglücksbringend, besonders in Ostasien wegen der lautlichen Nähe zum Wort für Tod. In Deutschland bleibt die 13 jedoch die bekannteste und am stärksten mit Aberglauben verbundene Zahl.